Tag der Berufsfeuerwehr bei der Jugendfeuerwehr

Am dritten Juni Wochenende war es wieder soweit. Zusammen mit der Löschgruppe Hangelar, dem Löschzug Menden und der Löschgruppe Meindorf wurde eine 24-Stunden-Übung mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr druchgeführt. Die Mitgleider der Jugendfeuerwehr Niederpleis trafen sich am Samstag um 9 Uhr am Feuerwehrhaus in Niederpleis. Kaum am Feuerwehrhaus angekommen, stand schon der erste Programmpunkt auf dem Plan. Der Besuch der Atemschutzübungsstrecke in Siegburg.


Die Kinder und Jugendlichen konnten sich unter Aufsicht der Betreuer die Übungsstrecke anschauen und absolvieren, natürlich nicht mit den Anforderungen, die für Aktive Feuerwehrleute gelten. Nassgeschwitzt ging es zurück zum Feuerwehrhaus nach Niederpleis.

Als nächstes stand das Aufbauen des Nachtlagers auf dem Plan. Währenddessen wurde durch die Jugendwarte das Mittagessen vorbereitet.

Nachdem alle gestärkt waren, stand auch schon eine Übung nach FwDV3 auf dem Dienstplan. Diese Übung wurde auch für den anstehenden Leistungsnachweis durchgeführt. Kaum war die Übung beendet wurden die Kinder und Jugendlichen zum ersten Einsatz des Tages gerufen. Gemeldet war ein Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr auf dem Gelände der Bundeswehr. Zusammen mit den Gruppen aus Menden und Hangelar wurde dieser Einsatz abgearbeitet. Nach der Rettung der vermissten Personen aus dem Gebäude wurde ein umfangreicher Löschangriff aufgebaut um das Feuer zulöschen.


Gegen 16:30 Uhr ertönte nun erneut das Alarmsignal im Feuerwehrhaus. Hilflose Person im Wasser im Freibad Sankt Augustin lautete das Alarmstichwort. Im Freibad angekommen wurde eine Person aus dem Wasser gerettet. Es war der Jugendwart selbst, der sich im Wasser in Not befunden hatte. Nun wurde die Gunst der Stunde genutzt und alle gingen schwimmen.

Zurück am Feuerwehrhaus wurde gegrillt und die hungrigen Mägen der Jugendfeuerwehrleute gefüllt. Als fast alle mit dem Essen fertig waren ertönte erneut der Einsatzgong. Die Jugendfeuerwehrleute wurden zu einem Garagenbrand nach Mülldorf alarmiert. Vor Ort konnte jedoch nichts festgestellt werden, sodass die Kinder und Jugendlichen ohne weitere Maßnahmen den Einsatz abbrechen konnten.

Um 20:00 Uhr wurden die Kinder zusammen mit der Löschgruppe Hangelar erneut ans Freibad nach Menden alarmiert. Vor Ort trat aus einem Behälter eine unbekannte Flüssigkeit aus. Jugendfeuerwehrleute der Löschgruppe Hangelar dichteten das Leck ab. Durch die Jugendfeuerwehr Niederpleis wurde eine in Brand geratene Tonne abgelöscht.


Im Anschluss an den Einsatz am Freibad wurden die Kinder und Jugendlichen zu einem Einsatz an die Sieg alarmiert. Hier mussten ca. 360 Meter B-Schläuche verlegt werden. Hier brannte eine Böschung.

Nun kehrte Ruhe im Feuerwehrhaus ein. Die Kinder und Jugendlichen machten sich bettfertig und gingen ins Bett. Dem ganzen nicht genug. Um ca. 00:30 Uhr wurden die Kinder zu einem Höhenrettungseinsatz in den Niederpleiser Wald alarmiert. Vor Ort saßen zwei Personen und ein Tier im Baum fest und konnten sich eigenständig nicht mehr retten. Zur Rettung der Personen wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und die Personen mittels Leitern gerettet.

Nach ungefähr vier Stunden Schlaf wurden die Kinder durch einen weiteren Alarm aus dem Schlaf gerissen. Auf der Mülldeponie war ein größeres Feuer ausgebrochen und durch eine Explosion eine Person unter einem Container eingeklemmt.

Zur Brandbekämpfung wurden sechs Trupps unter Atemschutz mit sechs C- Rohren eingesetzt. Die unter dem Container eingeklemmte Person wurde mittels Hebekissen aus ihrer misslichen Lage befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

Anschließend wurden die Fahrzeuge wieder aufgeräumt gereinigt und das Nachlager zurückgebaut. Um 9 Uhr konnte der 24h-Dienst beendet werden. Die Kinder gingen sichtlich ermüdet nachhause und freuten sich genau wie die Betreuer, darauf ins Bett zu können.

Die Jugendfeuerwehr Niederpleis bedankt sich bei allen Aktiven Kameraden, die den Tag der Berufsfeuerwehr unterstützt haben und freut sich, wenn im kommenden Jahr wieder der Tag der Berufsfeuerwehr ansteht.

Fotos: Philipp Wildfeuer (Vielen Dank)